Stadt Eisenhüttenstadt
22.08.2021 | 10:00 Uhr | Theatersaal
Symposium
Eisenhüttenstadt
Zwischen Modell und Museum
EISENHÜTTENSTADT - STADT DER ZUKUNFT
Eisenhüttenstadt ist die ehemalige 'erste sozialistische Stadt Deutschlands'. Der Kern der
Stadt wurde in den 50er Jahren geplant und gebaut. Dieser Kern ist heute als größtes
Flächendenkmal in Deutschland denkmalgeschützt und mittlerweile fast durchgehend saniert.
Der Impuls der Stadtgründung, der Versuch, eine bestmöglich organisierte Gemeinschaft
städtebaulich und architektonisch zu formen, wird beim Durchwandern der Stadt deutlich und
spürbar. Die Stadt hat aber mit dem Sozialismus auch die diesen Impuls begründende Idee
verloren, ohne dass eine neue bisher an die freigewordene Stelle getreten wäre.
Indem die Stadt als Denkmal erhalten wird, ruft das damit erhaltene Bild einer vergangenen
Zukunft fast zwangsläufig die Spekulation hervor, wie ein solcher städtbaulicher Entwurf heute
konzipiert werden würde: auf welchen Grundlagen, für welche Zukunft?
Der Kunstverein im Kloster Neuzelle hat in 2020 erfolgreich einen ersten Teil des Projekts
'Eisenhüttenstadt - Zwischen Modell und Museum' präsentiert. Auch in diesem Sommer
entfalten nun künstlerische, wissenschaftliche, philosophische Beiträge den so anregenden
wie widersprüchlichen Zustand eines vergangenen, aber konservierten Zukunftsversprechens.
Die künstlerischen Projekte werden an mehreren Orten in der Stadt gezeigt und über einen
Plan erschlossen. Eine Konferenz im Friedrich-Wolf-Theater führt alle Beiträge in einer
Diskussion zusammen. Sie reichen von der Präsentation eines Forschungsprojekts, dass die
Konsequenzen des Green Deal der EU für die Stadtentwicklung untersucht, hier auch neue
ökonomische Perspektiven aufzeigt, bis hin zur Bedeutung der Idealstadt in der aktuellen
kunsttheoretischen Diskussion.
Anmeldung erbeten unter [email protected] oder unter 0179 / 52 47 736.
Weitere Informationen zum Projekt und ein ausführliches Programm der Konferenz
ist unter
www.kvneuzelle.de verfügbar.